Rund um den "Riesen der Provence" hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten eine interessante Weinlandschaft entwickelt, in der eine neue Winzergeneration ihre im Studium erworbenen Fertigkeiten einsetzt und mit der Tradition paart ... mit bemerkenswerten Ergebnissen. Im Übrigen scheint der Zeitfaktor positive Auswirkungen für diese oft verkannte Region zu haben: "je stärker der Klimawandel in der Rhone-Ebene für fast afrikanische Verhältnisse sorgt, desto mehr werden die höher gelegenen Bereiche mit den für eine langsamere phenologische Reife sorgenden gemäßigteren Temperaturen und den für ein differenzierteres Geschmacksbild verantwortlichen Unterschieden zwischen Tag und Nacht ihre Chance bekommen" (Gerard Eichelmann in MONDO, Heft 54, 2008)
Mit viel Fleiss und großem Idealismus haben die Eheleute Margan ein fast verfallenes Weingut wieder aufgebaut und zum Referenzgut für die gesamte Region entwickelt. Im Gegensatz zu den benachbarten Winzern, die unter Einsatz von Chemie möglichst große Erntemengen einbringen, begnügt man sich auf diesem Gut mit der Hälfte des Rebgutes und vertraut zurecht auf die bessere Qualität. Nach der Lese werden die Weine werden nur mit ihren natürlichen Hefen vergoren und nach 6 Monaten des Ruhens in großen Eichenfässern ohne Filtrierung im Juni nach der Ernte auf die Flasche gezogen. Angesichts dieser Sorgfalt ließen zahlreiche Auszeichnungen, u. a. die zum "Winzer des Jahres" (Gault&Millau) und zahlreiche 'Coup de Coeur' im Guide Hachette nicht lange auf sich warten. 2 Coups de coeurs im aktuellen Guide Hachette 2011 für die beiden Weißweine.
Die Familie Chaudière führt seit 1989 dieses renommierte Weingut in Mormoiron am Südhang des Mont Ventoux, dessen Hauptgebäude früher von der Familie des Schriftstellers Alphonse Daudet bewohnt wurde. Die Rebgärten des Gutes liegen in einer Streulage auf dem weitläufigen Gelände des malerischen Dorfes, so dass sich eine ganze Palette unterschiedlicher Weine ergibt.
Im 'Kleinen Johnson' wird dieses Weingut schon seit Jahrzehnten unverändert der Gruppe der führenden Betriebe in Sablet zugeordnet. Dass Christian Bonfils den Weinen noch einmal zu einer spürbaren Qualitätssteigerung verhelfen konnte, seitdem er den Betrieb von seinem Vater übernommen hat, findet in dieser Bewertung nicht den Niederschlag, die der umtriebige Winzer verdient hätte.
Es verbietet sich fast, über den jungen Sébastien Vincenti noch etwas zusagen; der Lob-preisungen gibt es fast schon zu viele, ob sie nun von Parker oder Seiwert stammen. Es erscheint angebracht, darauf hinzuweisen, dass auch die Mutter des Winzers einen besonderen Wein erzeugte, als wir die Kreszenzen dieses damals noch weithin unbekannten Gutes 1990 als erste nach Deutschland holten.
Die jüngste Ausgabe des Weinmagazins TERRE DE VINS stellt bei einem Streifzug durch das Ventoux-Gebiet diese - wie FONDRÈCHE, TERRE DE SOLENCE und TERRASSES D'ÉOLE in Mazan gelegene - Domaine wegen ihrer "ehrlichen Weine' besonders heraus.
Erst 1999 füllte die Domaine ihren ersten eigenen Wein ab. Auf dem regionalen Concours in Orange erreichte Stéphane Saurel für alle seine Weine auf Anhieb Goldmedaillen. Seitdem hat er viel Arbeit und Geld in die Kellertechnik investiert, während Vater Claude sich um die Gesundheit des Rebgutes kümmert. Gerhard Eichelmann (fast euphorisch): "Was für wunderschöne Côtes du Ventoux! Und was für erstaunlich niedrige Preise!" (MONDO 28/2002)
Der Winzer, der dieses Weingut in Méthamis gegründet hat, ist ein liebenswert-skurriler Mensch mit eigenem Kopf, eigenen Ideen und dezidierten Qualitätsansprüchen. An letzteren scheiterte nach einigen Jahren fruchtbarer Zusammenarbeit das Projekt Domaine Cascavel, welches er zusammen mit einem für die Vermarktung zuständigen Freund ins Leben gerufen hatte. Während letzterer an schneller Expansion interessiert war, wollte der für den Weinbau und die Vinifizierung zuständige Olivier nicht von der Idee lassen, einen bemerkenswert guten Wein zu kreieren. Damit war die Zusammenarbeit beendet; aus dieser hat Olivier, der vor seiner praktischen Tätigkeit im Weinberg einige Jahre als Dozent für Oenologie an einem Lycée Professionnel gewirkt hatte, nur die Bezeichnung für den bekanntesten der dort produzierten Weine "Les Amidyves" gerettet. Dieser Wein hatte bereits in der Vergangenheit viel Aufsehen erregt; seit der Trennung der beiden Associés ist er noch besser geworden (vgl. www.cellartracker.com)
Eigentlich hatten wir bereits genügend Weingüter aus Mazan in unserem Sortiment. Doch seit Jahren schätzten wir auch die Weine dieses Winzerpaares sehr. Als sich nach der Geschäftsaufgabe des früheren Deutschland-Importeurs die Chance bot, die Weine direkt zu beziehen, konnten wir nicht widerstehen. Im Gault&Millau-Weinführer 2010 wurde das Weingut als "Entdeckung des Jahres" für die ganze Region PACA gefeiert.
Der sozusagen unter der Ladentheke gehandelte Spitzenwein des Gutes, von dem wir nur wenige Flaschen ergattern konnte, weil es dem Winzer keinerlei Mühe bereitet, die gesamte Produktion ab Hof zu verkaufen ... (obwohl der Wein dort ebenso teuer ist).
40,00 EUR incl. 19 % UST | exkl.
53,33 EUR pro 1.0 L
Dieser Wein wird in der letzten November-Dekade abgefüllt und wird etwa 2 Wochen später hier verfügbar sein. Reservierungen können ab sofort berücksichtigt werden.
12,50 EUR incl. 19 % UST | exkl.
16,67 EUR pro 1.0 L