Der südliche Teil des Rhone-Tales mit seinen Cru- und Villages-Lagen, aber auch dessen Randgebiete (Ventoux, Lubéron, Costières de Nîmes) stellen einen Schwerpunkt unseres Programms dar. Die WEINWIRTSCHAFT empfahl uns bereits als "Ventoux-Spezialisten*.
Von allen Winzergenossenschaften des Rhonetales ist diese sicherlich eine der rührigsten und besten. Außer den exzellenten Côtes du Rhône-Weinen werden hier auch noch die immer rarer werden edelsüßen Dessertweine produziert, deren guter Ruf früher - zumindest in Frankreich - allgemein bekannt war.
Einer der führenden Produzenten in dem aufstrebenden Weinbaugebiet, das zusammen mit den Ventoux- und Lubéron-Gebieten die "neue Generation" an der südlichen Rhone repräsentiert, in der hoher Qualitätsanspruch (noch) nicht mit exorbitanten Preisvorstellungen einhergeht.
In Blickweite von Chateauneuf-du-Pape wächst auf ähnlichen Böden wie dort der Wein unserer Neuentdeckung von der diejährigen Vinisud in Montpellier heran. Der junge Winzer André hat sein Handwerk in Beaune und auf den Bordeauxgütern der Familie Lurton gelernt. Nun verfolgt er ehr-geizige Pläne. Sein Weingut hat ein stattliches Alter von mehr als 200 Jahren. Mönche bauten dort bis vor kurzem Wein für ihre klösterliche Gemeinschaft sowie Messwein für zahlreiche Pfarreien an und aus. Aus Altersgründen mussten sie die Arbeit in jüngere Hände legen; aber immer noch leben sie auf dem Gut und beobachten die Aktivitäten des neuen Besitzers mit Anteilnahme.
Rund um dieses majestätische Gemäuer wird seit der Römerzeit auf kiesigem Grund Wein angebaut. Das "savoir-faire" der heutigen Winzer macht diesen Wein aus den Rebsorten des Midi zu einem Erlebnis.
Denis Chamfort wollte sich nicht länger mit der Rolle des Juniorpartners im elterlichen Betrieb zufrieden geben, als er sich von seinem Bruder trennte, um ein eigenes Weingut zu gründen. Aufgrund des hohen Investitionsbedarfes war er in den ersten Jahren der Liquidität wegen ge-zwungen, seine ausgezeichneten Kreszenzen sehr günstig zu verkaufen. Nach vielen lobenden Erwähnungen im GUIDE HACHETTE und anderen Organen der Fachpresse, dürften sich die Preise bald dem ortsüblichen Niveau anpassen. Zumal die Qualität der Weine dies rechtfertigt, sind sie doch durchweg von feiner Struktur und sehr harmonisch. Der Mistral sorgt dafür, dass das Rebgut vor Pilzbefall verschont; die "vendange verte", bei der unreife und ungesunde Trauben schon vor der Lese entfernt werden, hält solches Lesegut von den Gärbottichen fern. Die Weine werden traditionell ausgebaut. Monsieur Chamfort glaubt nicht daran, dass die Weine der südlichen Rhone durch den Einsatz von Barrique-Fässern wirklich gewinnen.
Durch einen Zufall lernten wir 1991 die Familie Roux kennen, die bis zu unserer ersten Bestellung nur für den lokalen Markt, d.h. die Gastronomie der Umgebung, produziert hatte. Wir fanden den Wein schon ausgezeichnet, bevor ALLES ÜBER WEIN in einem Artikel über die "Newcomer an der südlichen Rhone" dieses Weingut mit den höchsten Bewertungen versah. (Was unangenehme Folgen auf die Preise nach sich zog).
Christian Bonfils kreiert auf dem renommierten Familiengut vollmundige Rhone-Crus und einen schönen Côtes du Ventoux. Neuerdings bietet er im Einstiegssegment auch einen reinsortigen Merlot-Landwein, der es in sich hat. Die Zeitschrift WeinGourmet urteilte: "Alles, was ein Merlot-Freund erwartet. ..."
Die Besitzer dieses Weingutes gehörten zu den ersten, die nach 1946 damit begannen, die heute so begehrten und damals weitgehend unbekannten Weine von Gigondas, auf Flasche zu ziehen, während viele andere Winzer noch Jahrzehnte lang "en vrac" an den Handel und die Gastronomie verkauften.
Jocelyn Chudkiewicz war - so hieß es nach seinem viel zu frühen Tod im Nachruf der REVUE DU VIN DE FRANCE - die Lokomotive, die der Ortsappellation Vacqueyras durch ihren Qualitätsan-spruch zu neuer Geltung verholfen hat. Ein Motorradunfall setzte dem Leben dieses beschei-denen Winzers (Bild) ein frühes Ende. Seine Familie arbeitet mit Hilfe von Monsieur Prats in seinem Sinne weiter.
Auf seinem kleinen Weingut, das seit Jahrhunderten in Familienbesitz ist, produziert Monsieur Vidal nach traditionellen Verfahren klassische Châteauneuf-du-Pape-Rotweine, in die alle 13 Rebsorten, welche in dieser Appellation zulässig sind, einfließen. Darunter befinden sich auch sechs weiße Rebsorten, welche dem Wein Frische und ein gewisses Säuregerüst verleihen.Letzteres kommt der Alterungsfähigkeit zugute. Das Lesegut wird nicht entrappt, so dass mineralische Salze in den Wein gelangen. Der Wein wird natürlich vergoren und anschließend zwei Jahre lang in Holzfässern ausgebaut, bevor er ungefiltert auf die Flasche gezogen wird. Es handelt sich um einen lagerungsfähigen Wein, der im Laufe der Jahre immer reifer wird. Dafür sollte man das Depot gerne in Kauf nehmen, welches durch den Verzicht auf die Filterung entsteht.
"Das Blut der Kieselsteine" hat Serge Férigoule sein versteckt gelegenes Weingut genannt. Strikte Ertragsbegrenzung, strengste Selektion der Trauben und unermüdlicher Einsatz des Winzers haben seine Weine zu etwas Besonderem gemacht.
Monsieur Richaud, seit 3 Jahrzehnten Besitzer dieses Weinguts im Département Vaucluse, gehört zu den Pionieren des natürlichen Weinbaus in Frankreich. Die Qualität der von ihm erzeugten Weine hat bei vielen seiner Kollegen einen Prozess des Umdenkens ausgelöst, mit der Folge, dass inzwi- schen auch etablierte Betriebe auf ökologischen Weinbau umgestellt haben. GaultMillau urteilt: "Marcel Richaud demeure l'un des vignerons incontournables de Cairanne ! Il prône une intervention minimale, tant à la vigne qu’en cave, tout cela pour aboutir à des vins de plaisir immédiat" und vergibt an alle aktuell verkosteten Weine 15/20 Punkten.
Die Eheleute Saurel haben sich dem bidynamischen Weinbau verschrieben. Seit 1987 werden keinerlei Herbizide mehr verwendet; seit 1990 verzichtet man auf sämtliche Pestizide. Alle Weine werden frühestens ein Jahr nach der Ernte auf die Flasche gezogen. Der Gigondas stammt von Weinstöcken mit einem Durchschnittsalter von 55 Jahren. Im Laufe der Jahre wurde die Qualität stetig verbessert, so dass die Weine inzwischen auf einem unvergleichlichen Level angekommen sind. Sie zeichnen sich durch eine Finesse aus, wie man sie bei Weinen der südlichen Rhone selten findet. Dieses Weingut steht damit für den enormen Qualitätsschub im Süden der Côtes du Rhône. noch vor wenigen Jahren hier die Weine von Châteauneuf-du-Pape unangefochten als die Besten, heute haben die besten Gewächse aus Gigondas, ja sogar aus Vacqueyras,bei weitaus geringeren Preisen ein ähnlich hohes Niveau erreicht, . Montirius ist zum neuen Aushängeschild dieser Entwicklung geworden, seitdem die Weine im eigenen Keller ausgebaut werden. Experimenten mit Barrique steht Eric Saurel skeptisch gegenüber; er arbeitet mit traditionellen Betontanks. Glaubt man den Bewertungen des amerikanischen Weinmagazin Wine Spectator, so gehören die Weine von Eric und Christine Saurel, allen voran der Gigondas und der Vacqueyras Clos Montirius zu den Spitzen-Crus im südlichen Rhônetal. Tatsächlich überzeugen die Weine von Montirius mit ihrer Verbindung aus Terroir-Noten und klar herausgearbeiteter, vollmundiger Frucht.
Die kleine Winzergenossenschaft (nur 14 Mitglieder) dieses kleinen Ortes im Gard-Gebiet geniesst in Frankreich einen ausgezeichneten Ruf. Die Mitglieder füllen fast alle Weine unter ihrem eigenen Namen ab, so dass der Terroir-Charakter sehr klar erhalten bleibt. Die Einführung einer eigenen AOC-Appellation "Signargues" hat den Wein vor einigen Jahren zusätzlich aufgewertet. Die Rotweine sind in der Regel ungefiltert. Gleich neben der Cave befindet sich eine bemerkenswert gute Ölmühle, die in Deutschland quasi unbekannt ist, obwohl ihre hervorragenden Öle z. B. in Italien sehr bekannt sind. Ein Geheimtipp ... noch nicht im FEINSCHMECKER aufgeführt.
Goldmedaille Paris für diesen vollmundigen Côtes du Rhône aus den Fässern der renommierten Winzer der Cave d'Estézargues, deren Mitglieder zwar das Kellermaterial und die Philosophie naturnaher Weinbereitung teilen, aber dennoch ihre jeweiligen Weine mit spezifischer Charakteristik individuell erzeugen.
6,50 EUR incl. 19 % UST | exkl.
8,67 EUR pro 1.0 L
Dieser kraftvolle Wein von der südlichen Rhône gilt seit langem als einer der besten Repräsentanten seiner Region. Er stammt aus alten Rebbeständen in den besten Lagen der Appellation Vacqueyras und wird in Betontanks ausgebaut. Dezente Fruchtaromen und feine Kräuternoten prägen seinen Geschmack.
16,50 EUR incl. 19 % UST | exkl.
22,00 EUR pro 1.0 L
In den Restaurant-Kritiken in französischen Gourmet-Zeitschriften wird stets lobend hervorgehoben, wenn sich im Weinangebot des betreffenden Lokals die Weine von Marcel Richaud befinden, der vor über 20 Jahren bereits konsequent auf naturnahen Weinbau umgestellt hat. Nachdem wir uns vor Ort von der hohen Qualität dieser Weine selbst einen Eindruck verschafft hatten, wollten wir sie unseren Kunden nicht länger vorenthalten.
16,50 EUR incl. 19 % UST | exkl.
22,00 EUR pro 1.0 L
Der Gault & Millau vergibt für diesen Wein 15 von 20 Punkten und urteilt folgendermaßen: "Né d'intenses maturités, ce côtes-du-rhône propose une palette de fruits confits, de myrtille, de gelée de mûres, de vieux balsamique et d'épices douces. La bouche prend l'autoroute à contresens via une ligne élancée, vive et fraîche, avec des tanins nombreux et fins."
Nez : fruité, boisé, balsamique, epicé
Bouche : Rouge velouté, charnu
11,70 EUR incl. 19 % UST | exkl.
15,60 EUR pro 1.0 L